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Axel MiesnerPlanungspolitischer Sprecher |
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hollatz,
hiermit beantragen wir für den öffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Wirtschaft am 13.03.2006 die Aufnahme des folgenden Tagesordnungspunktes:
Bäume prägen unsere Gemeinde
Beratung und Beschlussfassung über das Projekt
„Bäume prägen unsere Gemeinde – Bäume erhalten & neu pflanzen“
Wir beantragen die Auflegung des Projektes „Bäume prägen unsere Gemeinde – Bäume erhalten & neu pflanzen“
Dieses Projekt umfasst:
Das Baumpflanzprogramm hat das Ziel, die Menschen für ortsbildprägende Bäume zu begeistern und sie von der Bedeutung dieser für das Ortsbild und das Kleinklima zu überzeugen. Das Ziel ist, dass in unserer Gemeinde mehr Bäume gepflanzt werden. Die Gemeinde unterstützt das Baumpflanzprogramm jährlich mit € 5.000,00 aus dem Budget des Fachbereichs III. Die Verwaltung möge ermitteln, mit welchem Programm welche Förderung nach ETLR (Entwicklung typischer Landschaften und der ländlichen Räume) bzw. anderer Förderprogramme möglich ist. Durch diese Mittel lässt sich das Volumen vervierfachen. Anliegend sind Informationen beigefügt.
Baumpatenschaften haben das Ziel, zu einem guten Mensch-Baum-Verhältnis beizutragen und die Bürgerinnen und Bürger aufzurufen, sich freiwillig zum Schutz und zur Erhaltung alter Bäume zu engagieren, aber auch Bäume neu zu pflanzen. Mit einer Baumpatenschaft besteht die besondere Möglichkeit, vom Baumschutz nicht nur zu reden, sondern einen ganz persönlichen Beitrag zu leisten. Erste Informationen können der Anlage entnommen werden bzw. dem Internet: http://www.baumpaten.de.
Wer einen Baum absägt, sollte mindestens einen neuen Baum pflanzen. Wo besteht die Möglichkeit, wenn das eigene Grundstück keine Fläche aufweist? Die Gemeinde stellt eine Fläche für Ersatzpflanzungen zur Verfügung, die zu einem Wald angelegt werden kann. Neben Privatpersonen kann dieser Wald auch als Hochzeitwald, Konfirmandenwald und in Kooperation mit den Schulen als Schulwald angelegt werden.
Die Laubentsorgung stellt Privatpersonen oft vor große Probleme. Selbst für die Entsorgung von Laub aus dem öffentlichen Bereich, die von Mitbürgerinnen und Mitbürgern übernommen wird, kann einfacher gelöst werden. Wer Bäume erhält und neue pflanzt und sogar das Laub öffentlicher Bäume entsorgt, soll von der Allgemeinheit unterstützt werden; denn die Bäume dienen allen Menschen in unserer Gemeinde. Es bietet sich an, Laub in den einzelnen Ortschaften und –teilen der Gemeinde dezentral im Herbst an einem bzw. zwei Samstagen zu sammeln. Die Verwaltung möge zusammen mit dem Landkreis Osterholz (Kreisabfallwirtschaft) prüfen, in welcher Form eine dezentrale Entsorgung von Laub im Herbst möglich ist. Lösungen, beispielsweise wie im Landkreis Verden (siehe Gemeinde Kirchlinteln) sind zu prüfen. Dort wird € 2,50 pro m³ angeliefertes Laub berechnet.
Begründung:
Bäume prägen das Ortsbild und damit unsere Gemeinde. Auf der Informationsveranstaltung des CDU-Gemeindeverbandes Lilienthal hat Herr Karweik vom GLL (Koordinator für Dorferneuerung und Regionalentwicklung) in Verden das Kooperationsprojekt der Gemeinde Kirchlinteln vorgestellt. Dieses Projekt, das im anliegenden Faltblatt vorgestellt wird, kann als mustergültig und damit beispielhaft bezeichnet werden und ist daher ein Beispiel für eine positive Grundeinstellung in der Zusammenarbeit mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Nicht umsonst sind sich Rat und Verwaltung in der Gemeinde Kirchlinteln einig, keine Baumschutzsatzung zu erlassen.
Es gilt die Menschen mitzunehmen. Aufgabe der Politik ist, dass Bewusstsein für die ortsbildprägenden Bäume zu stärken und damit den Bestand an Bäumen und Gehölzen in unserer Gemeinde zu erhalten und zu stärken. Eine Baumschutzsatzung hilft hier nicht weiter. Im Gegenteil, sie schafft mehr Bürokratie, mehr Zwietracht zwischen den Menschen und mehr Kosten für alle.Mit freundlichen Grüßen
gez. Axel Miesner