CDU Gemeindeverband Lilienthal
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Gemeindeverband Lilienthal
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Axel Miesner

Planungspolitischer Sprecher
E-Mail: Axel.Miesner@CDU-Lilienthal.de

Lilienthal, den 16. Februar 2006
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Bäume prägen unsere Gemeinde

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hollatz,

hiermit beantragen wir für den öffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Wirtschaft am 13.03.2006 die Auf­nahme des folgenden Tagesord­nungspunktes:

Bäume prägen unsere Gemeinde
Beratung und Beschlussfassung über das Projekt
„Bäume prägen unsere Gemeinde – Bäume erhalten & neu pflanzen“

Wir beantragen die Auflegung des Projektes „Bäume prägen unsere Gemeinde – Bäume erhalten & neu pflanzen“

Dieses Projekt umfasst:

  1. Baumpflanzprogramm für Privatpersonen
  2. Baumpatenschaften für öffentliche Bäume
  3. Anlage eines Waldes für Ersatzpflanzungen
  4. Laubentsorgung in der Gemeinde

 

Das Baumpflanzprogramm hat das Ziel, die Menschen für ortsbildprägende Bäume zu begeistern und sie von der Bedeutung dieser für das Ortsbild und das Kleinklima zu überzeugen. Das Ziel ist, dass in unserer Gemeinde mehr Bäume gepflanzt wer­den. Die Gemeinde unterstützt das Baumpflanzprogramm jährlich mit € 5.000,00 aus dem Budget des Fachbereichs III.  Die Verwaltung möge ermitteln, mit welchem Pro­gramm welche Förderung nach ETLR (Entwicklung typischer Landschaften und der ländlichen Räume) bzw. anderer Förderprogramme möglich ist. Durch diese Mittel lässt sich das Volumen vervierfachen. Anliegend sind Informationen beigefügt.

Baumpatenschaften haben das Ziel, zu einem guten Mensch-Baum-Verhältnis bei­zutra­gen und die Bürgerinnen und Bürger aufzurufen, sich freiwillig zum Schutz und zur Er­haltung alter Bäume zu engagieren, aber auch Bäume neu zu pflanzen. Mit einer Baum­patenschaft besteht die besondere Möglichkeit, vom Baumschutz nicht nur zu reden, sondern einen ganz persönlichen Beitrag zu leisten. Erste Informatio­nen können der Anlage entnommen werden bzw. dem Internet: http://www.baumpaten.de.

Wer einen Baum absägt, sollte mindestens einen neuen Baum pflanzen. Wo besteht die Möglichkeit, wenn das eigene Grundstück keine Fläche aufweist? Die Gemeinde stellt eine Fläche für Ersatzpflanzungen zur Verfügung, die zu einem Wald angelegt werden kann. Neben Privatpersonen kann dieser Wald auch als Hochzeitwald,  Kon­firmanden­wald und in Kooperation mit den Schulen als Schulwald angelegt werden.

Die Laubentsorgung stellt Privatpersonen oft vor große Probleme. Selbst für die Ent­sor­gung von Laub aus dem öffentlichen Bereich, die von Mitbürgerinnen und Mitbür­gern übernommen wird, kann einfacher gelöst werden. Wer Bäume erhält und neue pflanzt und sogar das Laub öffentlicher Bäume entsorgt, soll von der Allgemeinheit unterstützt werden; denn die Bäume dienen allen Menschen in unserer Gemeinde. Es bietet sich an, Laub in den einzelnen Ortschaften und –teilen der Gemeinde de­zentral im Herbst an einem bzw. zwei Samstagen zu sammeln. Die Verwaltung möge zusammen mit dem Landkreis Osterholz (Kreisabfallwirtschaft) prüfen, in welcher Form eine dezentrale Ent­sorgung von Laub im Herbst möglich ist. Lösungen, bei­spielsweise wie im Land­kreis Verden (siehe Gemeinde Kirchlinteln) sind zu prüfen. Dort wird € 2,50 pro m³ angeliefer­tes Laub berechnet. 

Begründung:

Bäume prägen das Ortsbild und damit unsere Gemeinde. Auf der Informationsver­an­staltung des CDU-Gemeindeverbandes Lilienthal hat Herr Karweik vom GLL (Ko­ordina­tor für Dorferneuerung und Regionalentwicklung) in Verden das Kooperations­projekt der Gemeinde Kirchlinteln vorgestellt. Dieses Projekt, das im anliegenden Faltblatt vorge­stellt wird, kann als mustergültig und damit beispielhaft bezeichnet werden und ist daher ein Beispiel für eine positive Grundeinstellung in der Zusam­menar­beit mit den Mitbürge­rinnen und Mitbürgern. Nicht umsonst sind sich Rat und Ver­waltung in der Gemeinde Kirchlinteln einig, keine Baumschutzsatzung zu erlas­sen.

Es gilt die Menschen mitzunehmen. Aufgabe der Politik ist, dass Bewusstsein für die ortsbildprägenden Bäume zu stärken und damit den Bestand an Bäumen und Ge­hölzen in unserer Gemeinde zu erhalten und zu stärken. Eine Baumschutzsatzung hilft hier nicht weiter. Im Gegenteil, sie schafft mehr Bürokratie, mehr Zwietracht zwi­schen den Men­schen und mehr Kosten für alle.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Axel Miesner

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