Gespräche und Workshops für die Zusammenarbeit
CDU-Kreistagsfraktion hatte Bausenator Neumeyer zu Gast
Von Redakteur
Klaus-Dieter Pfaff
Lilienthal. Wenn man sich als gleichberechtigte Partner versteht, dann sollte der Blickkontakt aller Beteiligten auf gleicher Augenhöhe garantiert sein. Das gilt aus Sicht der CDU-Kreistagsfraktion auch für den Ausbau und die Weiterentwicklung der gesamten Region. Die Zusammenarbeit, so formuliert es Unionsfraktionschef Rainer Sekunde, "muss für die jeweiligen Kommunalparlamente und die ehrenamtlich tätigen Entscheidungsträger transparenter weitergereicht werden".Anlass für diese Forderung der Fraktion war ein Gespräch mit Bremens neuem Bausenator Ronald-Mike Neumeyer, der sich mit seinen Osterholzer Parteifreunden am Wochenende im Worpsweder Bahnhof getroffen hatte. Gemeinsam wollte man ein Thesenpapier beraten, mit dem die Zusammenarbeit der niedersächsischen Umlandgemeinden und dem Oberzentrum Bremen verbessert werden kann. "Unser gemeinsames Ziel ist es nach wie vor, die Region gemeinsam voranzubringen", beschreibt Sekunde die Initiative, der nun weitere Regionalgespräche und Workshops folgen sollen. "Auch unsere Region steht im Wettbewerb zu den bundesdeutschen und europäischen Nachbarregionen - und wir müssen uns diesem Wettbewerb stellen."Die Vielfalt der regionalen Aktivitäten im engeren und weiteren Umfeld Bremens sei ein Beweis für die hohe Kreativität der Akteure und für das ausgeprägte Interesse an konkreten Projekten, heißt es denn auch im besagten Thesenpapier einleitend. Als Beispiele werden hier der "Grüne Ring - Region Bremen", die "NordWestEntdeckerCard" und das großräumige Kompensationskonzept genannt. Dennoch könne die Organisation der regionalen Zusammenarbeit bisher noch nicht als optimal bezeichnet werden. Die querschnittsorientierten regionalen Organisationen wie die Regionale Arbeitsgemeinschaft (RAG) und der Kommunalverbund würden sich teilweise mit ihrer Aufgabenstellung überlappen.Andererseits könne man die beiden Organisationen nicht einfach zusammenlegen, da es neben dem unterschiedlichen räumlichen Zuschnitt vor allem Unterschiede auf niedersächsischer Seite gebe, steht in dem Papier. Es gebe eben keine einheitliche Lösung für alle regionalen Probleme. Die RAG sei durch die zugrunde liegenden Verwaltungsabkommen von 2002 sowohl auf die großräumige Zusammenarbeit im Nordwesten als auch auf die Unterstützung der planerischen Zusammenarbeit ausgerichtet. Der Kommunalverband habe dem gegenüber ein deutliches Schwergewicht für die Themen des engeren Umfeldes von Bremen. Diese solle, so war man sich beim Worpsweder Treffen einig, in Zukunft noch stärker profiliert werden. Dazu bedürfe es auch der unmittelbaren Mitwirkung der an Bremen grenzenden Landkreise. Dieses sei sicherzustellen.
Quelle: Wümme Zeitung, 15. März 2006



