CDU Gemeindeverband Lilienthal
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Linie

Zur Bahn gibt es keine Alternative

CDU-Politiker bekräftigen im Brennpunktgespräch ihre Haltung zur Verlängerung der Linie 4 / Eile geboten

Von Mitarbeiter
Klaus Göckeritz

Lilienthal. In der Vergangenheit waren die Christdemokraten gegen die Verlängerung der Straßenbahn bis nach Falkenberg. Die Haltung der Lilienthaler CDU hat sich geändert. Inzwischen steht sie gemeinsam mit den Parteifreunden aus Bremen für den Bau der Linie 4 ein. Dies bekräftigten die Politiker im Beisein von Dieter Focke im Verlauf einer öffentlichen Veranstaltung im Hotel Rohdenburg.Der planungspolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion und die Landtagsabgeordnete Brunhilde Rühl wiesen im Brennpunktgespräch in Trupermoor darauf hin, dass es keine Alternative gebe. Genauso sah es Rainer Sekunde, der nicht nur an das Votum der Bürgerbefragung für eine Straßenbahn erinnerte, sondern auch die Haltung der CDU-Ratsfraktion vorwegnahm. Seine Partei werde in der Ratssitzung vom gestrigen Dienstag für die so genannte Durchführungsvereinbarung stimmen, kündigte Sekunde an. Für Dieter Focke macht eine Straßenbahn nur Sinn. Er könne die Befürchtungen einiger Lilienthaler verstehen, aber die Erfahrungen in Borgfeld sprächen für die Bahn. Die Akzeptanz in der Bevölkerung spiegele sich in einem um mehr als 50 Prozent gestiegenen Fahrgastaufkommen wider. Außerdem seien die Folgekosten für eine Straßenbahn niedriger als für einen Bus. Die Bremer Planungen für eine Verlängerung sind fertig, man dürfe gemeinsam keine Zeit verlieren, mahnte Focke. Nicht zuletzt sei auch die 90-Prozent-Förderung durch das Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz (GVFG) und eine Lilienthaler Beteiligung in Höhe von rund 4,1 Millionen Euro ein starkes Argument. Dies sah Brunhilde Rühl genauso. Die Landtagsabgeordnete erinnerte an die lange und wechselvolle Vorgeschichte der Straßenbahnplanung und viele Gespräche mit der Landesregierung in Hannover. Die bis 2010 geltende Förderzusage durch Wirtschaftsminister Walter Hirche bedeute nicht nur das Votum für die Bahn, sondern gleichzeitig einen Modernisierungschub. Im Lilienthaler Anteil in Höhe von 4,1 Millionen Euro seien auch die Sanierungskosten für den Ortskern enthalten. Und diese Aufgabe würde sich über kurz oder lang von selbst stellen, sagte Rühl. Die CDU-Frau übte den Schulterschluss mit den Bremer Kollegen. "Wir müssen zu Potte kommen, bevor uns die Zeit davonläuft."Die Effekte einer Bahn für Lilienthal seien vielfältig, stellte auch Focke fest. Der Verkehr auf der Hauptverkehrsader werde entzerrt und die Entlastungsstraße bringe zusätzliche Impulse für das Gewerbegebiet in Moorhausen. Rainer Sekunde wies einmal mehr auf die aus Lilienthaler Sicht nachgebesserte Durchführungsvereinbarung und Gespräche mit Bremens Bausenator Ronald-Mike Neumeyer hin. Über allem stehe die Zusammenarbeit von Lilienthal mit Bremern und der gesamten Region, so der CDU-Politiker.

Quelle: Wümme Zeitung, 15. März 2006

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