CDU Gemeindeverband Lilienthal
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Gemeindeverband Lilienthal
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124 Bürger sagen, was sie wollen

CDU wertet Ergebnis ihrer Umfrage als Erfolg / Ortskern hat nicht gut abgeschnitten

Von Redakteur
Klaus-Dieter Pfaff

Lilienthal. Die Vollendung der Ortsentlastungsstraße, der Bau der Straßenbahnlinie 4 bis Falkenberg, die Schaffung weiterer Parkplätze und die Sanierung der Hauptstraße gehören aus Bürgersicht zu den wichtigsten Projekte, die den Lilienthalerinnen und Lilienthalern ganz besonders am Herzen liegen. Auch die Ausweisung von Bauland für junge Familien, die Sanierung des Gymnasiums und die Verbesserung der finanziellen Situation der Gemeinde halten sie für besonders wünschenswert.Das und einiges mehr hat die Bürgerumfrage ergeben, die der CDU-Gemeindeverband, wie berichtet, im Mai gestartet hatte. Von insgesamt 1000 Fragebögen sind 124 bis zum Stichtag ausgefüllt zurückgekommen. Natürlich ist das Ergebnis nicht repräsentativ, weiß auch Unionschef Axel Miesner: "Aber es gibt uns wichtige Hinweise für die weitere Arbeit im Gemeinderat, und natürlich werden die Antworten auch von uns in die Planung einfließen."Im Großen und Ganzen scheint man mit seiner Heimatgemeinde zufrieden zu sein, wobei die Gesamtnote eins in keinem Bereich abgegeben wurde - wohl allerdings für das eine oder andere Projekt. Damit aber habe die CDU auch nicht gerechnet, denn verbesserungswürdig sei ja fast alles, "wobei wir, was die Lebensqualität in Lilienthal angeht, die Note zwei bis drei errechnen konnten", zieht Miesner seine Bilanz. "Vor allem die ruhige, aber dennoch zentrale Lage der Gemeinde wird als positiv herausgestellt. Ebenso die Einkaufsmöglichkeiten, der Jan-Reiners-Weg und der neugestaltete Amtsgarten. Hier gab es vereinzelt dann schon mal ein ,sehr gut’", freut sich der CDU-Mann. Ausgesprochen negativ aufgefallen sei der fehlende Supermarkt in der Ortsmitte, die nach wie vor miserable Verkehrssituation im Zentrum und der kaputte Fuß- und Radweg entlang der Haupt- und Falkenberger Landstraße.Eine 4-Plus erreichte das Erscheinungsbild für die Ortsmitte. "Allerdings konnten wir hier auch die Noten fünf und sechs ausmachen", berichtet Miesner und glaubt zu wissen, warum das so ist: "Auch hier ist es wieder die Verkehrssituation, die die Qualität insgesamt sehr mindert - wobei auch hier die Klosterstraße und der Amtsgarten als positive Beispiele genannt werden." Gefordert würden in erster Linie mehr Parkplätze.Als mangelhaft empfinden die Befragten die Verkehrssituation, was nicht überrascht habe, unterstreicht der Unionssprecher: "Die Klärung der Verkehrsfrage ist die entscheidende Aufgabe zur Lösung weiterer Fragen wie die Ortskernentwicklung, die Schaffung einer angenehmen Aufenthalts- und Einkaufsqualität in der Ortsmitte sowie die Sanierung der maroden Fuß- und Radwege entlang der Haupt- und der Falkenberger Landstraße." Auch das Ergebnis der Bürgerumfrage zur Linie 4 auf der Hauptstraße würde sich in diesem Ergebnis widerspiegeln. Die Anbindung Butendieks an die Ortsmitte, so Miesner, werde in den Fragebögen als positiv bewertet.Mit der Note 3 wird von den Bürgern die Infrastruktur in den Lilienthaler Ortsteilen versehen. "Wichtig ist auch hier für die Menschen das ÖPNV-Angebot - auch hier möchte man keine Einbußen hinnehmen", stellt Axel Miesner fest. Als kritisch seien die Einkaufsmöglichkeiten für die älteren Menschen in den Ortsteilen eingestuft worden und positiv werden die vorhandenen Einrichtungen wie Kindergarten und Schule bewertet. Das Angebot für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde Lilienthal bekam eine 3. "Die Skaterbahn ist nach wie vor der Wunsch für diese Altersgruppe - und hier haben wir ja als CDU beantragt, dass diese bereits 2007 gebaut wird", betont der Christdemokrat. Gewünscht würden auch Freizeitmöglichkeiten ohne Vereinszugehörigkeit, ein Rodelberg, der nach Unionsmeinung im neuen Wohngebiet Moorhausen/Klosterweide/Am Goosort geschaffen werden soll. Und gewünscht werde auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das erfordere mehr Krippenplätze und einen Vorschulbereich - "also sind das wichtige Bausteine für die weitere Ratsarbeit."Die Sanierung des Gymnasiums und die Renovierung der Ostland-Halle wurden im Fragebogen von den Bürgern ebenso erwähnt wie die Aufstellung von mehr Ruhebänken. Die Angebote für die Senioren werden laut Miesner für gut befunden, obwohl einige Veranstaltungen besser koordiniert werden sollten. Eine 2 bis 3 gab’s für den Bereich Kultur, wo besonders das Amtsgartenkonzert positive Erwähnung fand. Vorgeschlagen wird ein Zubringerdienst für die Freilichtbühne, und ausdrücklich gelobt werde die kulturelle Vielfalt im Ort und in den Außenbereichen. Die Note 2 erreicht das Sportangebot, wobei die Bewertung der Hochbauten aber auf die Note 3 abrutschte.Die Aktion der CDU soll selbstverständlich mit der Auswertung nicht beendet sein. "Wir werden vielmehr bis zur Wahl am 10. September drei wichtige Fragen zu beachten haben", unterstreicht der Verbandschef. "Erstens: Wie lösen wir die Verkehrssituation?, zweitens: Welche Angebote bieten wir unseren Familien - und zwar für alle Generationen in allen Lebensbereichen? Und: Welche weitere Entwicklung soll unsere Gemeinde nehmen?" Dazu sollen jetzt entsprechende Lösungsvorschläge entwickelt und angeboten werden.

Quelle: Wümme Zeitung, 20. Juni 2006

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