CDU ist für die Busse und für die Bahn
Gesprächstermin mit Senator Neumeyer an einer Haltestelle / Kreisverband und -fraktion ziehen an einem Strang
Von Redakteur
Klaus-Dieter Pfaff
Lilienthal. Die Lilienthaler Ortsentlastungsstraße muss bis zum Jahre 2010 voll funktionsfähig sein, die Planung für den Bau der Linie 4 sollte zügig weiterbetrieben werden und die beiden Regionallinien 630 und 670 müssen auch langfristig über das Falkenberger Kreuz hinaus bis zum Bremer Hauptbahnhof fahren. Das ist das Ergebnis eines Arbeitsgespräches, zu dem sich die CDU-Kreistagsfraktion und der CDU-Kreisverband in dieser Woche mit dem Bremer Bausenator Ronald-Mike Neumeyer in Lilienthal getroffen hatten.
Eingeladen hatten die Kreisvorsitzende Brunhilde Rühl und Unionsfraktionschef Rainer Sekunde auch die Bürgermeister aus Grasberg und Worpswede. Bei diesem Treffen, so wurde später berichtet, habe man sich mit dem Bremer Senator auch über die künftige Metropolregion unterhalten. "Hier haben wir noch einmal nachdrücklich klar gemacht, dass hier nicht nur die Landkreise, sondern auch die Städte und Gemeinden eine maßgebliche Rolle spielen müssen", ließ Sekunde wissen.
Im Mittelpunkt des Interesses aber habe die Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gestanden. "Hier haben wir eine klare und eindeutige Position bezogen, deren Ziel wir in den nächsten Monaten auch weiter verfolgen wollen", betont der Christdemokrat, der die Unionsmeinung so zusammenfasste: "Die CDU-Kreistagsfraktion hält die Aufrechterhaltung der beiden Regionallinien 630/670 auch für die Zukunft mit Haltepunkt an der Universität und dem Zielpunkt Bremer Hauptbahnhof für unverzichtbar. Die Verbindung aus der Region Zeven, Tarmstedt, Grasberg und Worpswede über Lilienthal sind im derzeit gültigen Nahverkehrsplan auch so dargestellt. Und unser Ziel ist es, dass das auch zum Bestandteil einer möglichen Fortschreibung gehört, weil diese Verbindung für die vielen Nutzer aus dem Bremer Umland unverzichtbar ist." Das Angebot sei mit der Unterstützung der Kommunen - auch durch den maßgeblichen Zuschuss der Gemeinde Lilienthal - in den vergangenen Jahren ausgebaut und verbessert worden. Auch dem Oberzentrum Bremen müsse an der Erhaltung der beiden Buslinien gelegen sein, denn hiermit würden zahlreiche Pendler aus der Region die Stadt erreichen, wo sie dann ihrer Arbeit nachgehen oder wo sie ihre Einkäufe tätigen.
Rainer Sekunde und Brunhilde Rühl erinnerten bezüglich der Straßenbahnplanung an die Bürgerumfrage, bei der sich die deutliche Mehrheit der Bevölkerung im Jahre 2004 für die Weiterplanung ausgesprochen hatte. Aufgrund dieser Willensbekundung gehe die Planung des Gleisanschlusses jetzt voran. Die Sicherstellung der Finanzierung hänge aber in erster Linie von der Aufnahme in das EU-Förderprojekt Ziel-1 ab, sind sich die Christdemokraten einig. Der neue Rat der Gemeinde werde schon bald hier eine Entscheidung treffen müssen.
Man sei in dem Gespräch mit dem Senator, zu dem man einen guten Kontakt pflege, immer wieder auf die Busverbindungen des Umlandes mit Bremen gekommen. Besonders auch die Bürgermeister aus Grasberg und Worpswede hätten daran ein besonderes Interesse gezeigt, ließ Sekunde wissen. Darauf basiere schließlich auch das Diskussionsergebnis. Aus den angeführten Gründen werde die CDU im Landkreis im Sinne der Fahrgäste dafür eintreten und dafür Sorge tragen, dass die Buslinien auch künftig bis zum Hauptbahnhof geführt werden. Sekunde: "Damit wird schließlich auch gewährleistet, dass die Metropolregion ein zukunftsweisendes ÖPNV-System behält, welches die Stadt und das Umland zusammenführt.
Quelle: Wümme Zeitung, 2. September 2006



