CDU Gemeindeverband Lilienthal
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Im Wahlkampf Geld von Bürgern gesammelt

Summe ist nicht für Parteikasse gedacht / CDU unterstützt damit den Ambulanten Hospizdienst

Von Redakteur
Peter Hanuschke

Lilienthal. Statt Kugelschreiber und Luftballons zu verteilen, hat die CDU in Lilienthal vor der Kommunalwahl an ihren Ständen die Bürger um Geld gebeten - allerdings nicht, um die Parteikasse zu füllen, sondern um einen guten Zweck zu unterstützen. 498,51 Euro sind auf diesem Weg zusammengekommen, und das Geld wurde jetzt dem Ambulanten Hospizdienst Osterholz überreicht. Diese Aktion ist auf die Idee des Kirchenkreisvorsitzenden zurückzuführen: Ursprünglich wollte Eckart Richter, dass die Parteien ein Abkommen zum Verzicht auf Plakatwerbung unterzeichnen und das dadurch eingesparte Geld dem Ambulanten Hospizdienst spenden (wir berichteten). Diese Idee ist am Parteiengesetz gescheitert - Wahlkampfgelder dürfen nicht einfach gespendet werden. Dennoch sei viel Geld zusammengekommen, weil verschiedene Kandidaten im Landkreis daraufhin persönliche Spenden gemacht hätten, so Richter beim Besuch der WÜMME-ZEITUNG. "Das allein war schon ein Erfolg und ich freue mich, dass durch diese Aktion in Lilienthal noch einmal Geld hinzugekommen ist. "Für die CDU-Vertreter Monica Röhr und Axel Miesner hatte diese Sammlung gleich mehrere positive Aspekte. "Natürlich waren viele Leute erst einmal sehr überrascht, so nach dem Motto: ,Jetzt sind die Politiker so dreist und wollen von uns auch das Geld’, aber wir sind so ins Gespräch gekommen und konnten dadurch auf diese wichtige Einrichtung aufmerksam machen", so Monica Röhr. Einige seien auch erst befremdet gewesen, was den Arbeitsbereich des Hospizdienstes angehe. "Für viele ist der Tod ein Tabuthema und selbstverständlich soll es auch so bleiben, dass sie damit lange, lange nichts zu tun haben, aber bei der Arbeit des Hospizdienstes geht es nicht nur um die Sterbebegleitung zu Hause, sondern darum, die Angehörigen zu entlasten." Eine wichtige Aufgabe sei es auch, dabei zu helfen, die Trauernden wieder ins Leben zurückzuführen, ergänzt Richter. "Für diese Institution Werbung zu machen, war eine sinnvolle Sache und es war toll, dass die Bürger so viel gespendet haben", so Miesner. Es sei durchaus denkbar, das zu wiederholen. Richter abschließend: Auch wenn das Abkommen nicht zustande gekommen sei, war es alles in allem ein voller Erfolg. "Viele Menschen wissen jetzt, was der Hospizdienst für Arbeit macht. Und jeder Politiker konnte selber entscheiden, wie kreativ er mit unserem Anliegen umgeht."

Quelle: Wümme Zeitung, 22. September 2006

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