CDU Gemeindeverband Lilienthal
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Über den Dächern von Berlin: Die Lilienthalerin Gesa Wentrot schaute in den vergangenen sieben Wochen ihrem Abgeordneten und seinen Fraktionskollegen über die Schulter.

Die große Politik hautnah erlebt

Gesa Wentrot absolviert Praktikum in Berlin / Enak Ferlemann sieben Wochen über die Schulter geschaut

Von Redakteur
Klaus-Dieter Pfaff

Lilienthal. Das grundsätzliche Interesse an der Politik und an denen, die sie machen, war eigentlich schon vorhanden - jetzt aber hat Gesa Wentrot praktische Erfahrungen sammeln können, die sie doch nachhaltig beeindruckt haben. Die junge Lilienthalerin hat in den Sommerferien ein siebenwöchiges Praktikum bei "ihrem" Bundestagsabgeordneten Enak Ferlemann gemacht und dabei wesentlich mehr als nur die Berliner Luft schnuppern dürfen.

Eigentlich beschäftigt sich Gesa Wentrot eher mit dem Fachbereich Betriebswirtschaft, und so hat sie sich schon vor geraumer Zeit entschieden, diese berufliche Richtung einzuschlagen, was sie zwischenzeitlich auch in die Praxis umgesetzt hat, denn sie studiert BWL an der Uni Göttingen. "Ich möchte die bloße Theorie für mich mit möglichst interessanten Praktika in anderen Bereichen ergänzen. Seit meinem Engagement im Lilienthaler Jugendparlament interessiere ich mich für die verschiedenen politischen Prozesse", sagt die junge Frau und verweist auf ihre ehrenamtlichen Ämter in der Jungen Union und im Bezirksvorstand Elbe-Weser. "Auch hier nutze ich die Chancen, mich mit politischen Themen auseinander zu setzen." Und so habe sie schon länger den Wunsch verspürt, den "politischen Alltag" in Berlin - möglichst nahe am Geschehen - kennen zu lernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen." Was lag da für die junge Lilienthalerin näher, als sich direkt an den zuständigen CDU-Bundestagsabgeordneten Enak Ferlmann zu wenden, und diesen um ein mehrwöchiges Praktikum zu bitten. "Mein Aufgabenbereich bezog sich auf das Landesgruppenbüro Niedersachsen und auf das Abgeordnetenbüro Ferlemanns." Und dann gerät Gesa Wentrot schnell ins Schwärmen, denn der unmittelbare Kontakt mit der großen Politik schien rückblickend wie selbstverständlich: "In den Sitzungswochen nahm ich an den Plenarsitzungen ebenso teil wie an der Ausschussarbeit. In meinem Fall war das der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss, dessen Mitglied Enak Ferlemann ist. Für mich war das ein ganz spannender Prozess, einmal live mitzuerleben, wie Beschlüsse vorbereitet und schließlich gefasst werden."

Auch die Verbindungen des Abgeordneten von Berlin aus in den Wahlkreis, die Korrespondenz mit Bürgern aus Osterholz und Cuxhaven und die verschiedenen Gespräche mit Vertretern aus den Verbänden erlebte die Lilienthalerin ganz unmittelbar mit. Besonders stolz und zufrieden ist sie, weil sie letztendlich auch die eine oder andere Aufgabe persönlich übernehmen und erledigen durfte. Inzwischen weiß sie von was sie spricht, wenn es um den Begriff Föderalismus oder um die Gesundheits- und um die Bahnreform geht: "Da konnte ich schon so manche Frage aus dem Wahlkreis zufriedenstellend beantworten." Und was sie ganz offensichtlich auch besonders begeistert hat, waren die vielen verschiedenen Zeitungen, die Online-Informationen und die Ticker-News, die ihr jeden Tag zur Verfügung standen. "Ich muss schon zugeben, dass ich inzwischen solche Medien ganz anders und sehr viel intensiver lese", unterstreicht Gesa Wentrot in einem Redaktionsgespräch. "Das aktuelle politische Geschehen ist schon eine spannende Sache." Für die 21 niedersächsischen CDU-Abgeordneten in der Landesgruppe galt es einen Pressespiegel zu erstellen, "was natürlich ein genaues Zeitungslesen voraussetzt". Den CDU/CSU-Praktikanten werde die Möglichkeit geboten, an Diskussionen mit wichtigen Funktionsträgern der Partei und Fraktion teilzunehmen. Die Lilienthalerin nennt hier als Beispiele Volker Kauder und Norbert Röttgen. "Und selbstverständlich gehören auch Besuche in anderen Institutionen zum Praktikanten-Programm wie die in der britischen Botschaft und im Bundesrat."

Für Gesa Wentrot hat sich ihr Praktikum unterm Strich mehr als gelohnt: "Ich habe einen interessanten und erlebnisreichen Sommer in Berlin erlebt, konnte zu vielen Menschen neue Kontakte knüpfen und habe die Abläufe in der Bundespolitik aus nächster Nähe beobachten können. Ich bin davon überzeugt, dass sich meine Erfahrungen auch für mein Studium und natürlich für meine politische Arbeit auszahlen werden." Wer sich für ein solches Praktikum interessiert, sollte sich an einen der Abgeordneten wenden, dessen Wahlkreis- oder Berliner Büro anschreiben oder ganz direkt den Kontakt zu den jeweiligen Fraktionen im Deutschen Bundestag suchen.

Quelle: Wümme Zeitung, 26. Oktober 2006

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