Jugend gehört in den Ortskern
CDU-Fraktion will Amtsgerichts-Planung unterstützen
Von Redakteur
Klaus-Dieter Pfaff
Lilienthal. Die Jugendlichen der Gemeinde sollen auch künftig in dem historischen Gebäude an der Klosterstraße ihre Freizeit verbringen können. Das Alte Amtsgericht soll mit kommunalen Mitteln saniert werden. Zumindest will das die örtliche CDU-Fraktion, die sich, wie berichtet, in der vergangenen Woche vor Ort informiert hat. Wenn die notwendige Planung am 3. Juli im Fachausschuss beschlossen wird, dann will die Union das unterstützen.
"Unsere Entscheidung, das Alte Amtsgericht zu erhalten, ist richtig", bringt CDU-Ausschusssprecher Klaus Grotheer die Meinung seiner Kolleginnen und Kollegen auf den Punkt. Man habe die Einrichtung besichtigt und sich von der Leiterin Viola Bürgi informieren lassen, die sich ebenfalls auch für diesen Standort ausgesprochen habe. "Wir sind uns einig, dass ein Jugendheim von allen Besuchern gut erreichbar sein muss, und das ist nur im Ortskern gegeben", sagt Grotheer und lehnt im Namen seiner Fraktion eine mögliche Verlagerung des Kommunalen Jugendheims an die Entlastungsstraße oder ins Gewerbegebiet ab.
Die von den Jugendlichen genutzten Räume hätten bei dem CDU-Besuch einen erfreulich farbenfrohen und sauberen Eindruck vermittelt. "Das Obergeschoss darf aus Sicherheitsgründen nicht für die Jugendarbeit genutzt werden. So ist es zurzeit nur als Lagermöglichkeit zu nutzen. Hier sollten die Sanierungsarbeiten erfolgen", meint der Christdemokrat, der auch den Ausbau einer weiteren Treppe als möglichen Fluchtweg fordert. In verschiedenen Bauabschnitten sollten dann die oberen Räume saniert beziehungsweise ausgebaut werden.
Dort möchte die Jugendheimleitung beispielsweise einen Übungsraum für Musik einrichten. Grotheer erinnert auch an die Tatsache, dass das ehemalige Lilienthaler Gerichtsgebäude unter Denkmalschutz steht: "Deshalb dürfen bauliche Veränderung an den Außenwänden des Hauses nicht erfolgen." Die gesamte Maßnahme müsse mit dem Kreis-Denkmalschutz abgesprochen werden.
Quelle: Wümme Zeitung, 25. Juni 2007



