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Axel MiesnerVorsitzender |
Das war ja wohl nichts! Am 20.02.2007 beschließt der Gemeinderat gegen die Stimmen der CDU den Wegfall der Verfügungsstellung der Laubsäcke. Dabei geht es nicht um die Entsorgung des Laubes von privaten Bäumen, sondern von öffentlichen Bäumen. Jetzt sollen die Bürgerinnen und Bürger, die sich schon bereit erklären, öffentliche Plätze, Gehwege und Straßen sauber zu halten auch noch die Entsorgungskosten übernehmen. Dabei ist das Laub doch gar nicht von den eigenen Bäumen. Jetzt wird bürgerschaftliches Engagement ins Gegenteil verkehrt. Diejenigen, die für die Sauberkeit der Gemeinde sorgen, müssen dafür auch noch bezahlen.
Wie soll denn jetzt verfahren werden? Es gibt erhebliche Unterschiede in der Betroffenheit. Manche Bürgerinnen und Bürger geben über 50 Säcke Laub von öffentlichen Bäumen ab. Sollen die denn dafür nun bezahlen?
„Der Schuss geht nach hinten los“. Statt dem CDU-Programm „Bäume prägen unsere Gemeinde“ zuzustimmen, was die Frage der Laubentsorgung beinhaltet, wird dieses abgelehnt und gleichzeitig die Entsorgung auf die Bürgerinnen und Bürger umgewälzt.
Dabei spricht die Politik doch immer von Engagement und Ehrenamtlichkeit. Und außerdem, mehr Bäume und mehr Sauberkeit kann unsere Gemeinde schon vertragen. Wie will man mit solchen Beschlüssen solche Ziele umsetzen? Also, so schnell wie möglich diesen Beschluss zurücknehmen.
Die Laubentsorgung stellt Privatpersonen oft vor große Probleme. Selbst für die Entsorgung von Laub aus dem öffentlichen Bereich, die von Mitbürgerinnen und Mitbürgern übernommen wird, kann einfacher gelöst werden. Wer Bäume erhält und neue pflanzt und sogar das Laub öffentlicher Bäume entsorgt, soll von der Allgemeinheit unterstützt werden; denn die Bäume dienen allen Menschen in unserer Gemeinde. Es bietet sich an, Laub in den einzelnen Ortschaften und –teilen der Gemeinde dezentral im Herbst an einem bzw. zwei Samstagen zu sammeln.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Axel Miesner