Vielfalt in der Bildungslandschaft und Sicherung der Schulstandorte in
den Gemeinden Grasberg, Lilienthal und Worpswede
Lilienthal. Der Osterholzer Kreistag hat die Einrichtung einer
integrierten Gesamtschule im "Ostkreis Osterholz" beschlossen.
Vorgesehen ist eine Schule an drei Standorten (Grasberg, Lilienthal und
Worpswede). Eine Schule in dieser Form ist jedoch weder sinnvoll noch
genehmigungsfähig! Aufgrund der Schülerzahlen würden die Standorte
Grasberg und Worpswede in jedem Jahrgang nur 2 Klassen haben. Sinnvolle
Wahlmöglichkeiten gäbe es damit für Kinder und Eltern nicht. Aus diesem
Grund ist die beantragte Genehmigung für eine solche Schule vom Land zu
Recht verweigert worden.
Um ein Angebot zu machen, das Schülern und Eltern Wahlmöglichkeiten
bietet, die Veränderungen der Schülerzahlen berücksichtigt und
rechtmäßig ist, hat die CDU ein eigenes, alternatives Konzept
entwickelt. Hiernach soll auch nicht eine Gesamtschule in nur einer
Gemeinde eingerichtet werden. Vielmehr sieht das CDU-Konzept eine
jahrgangsbezogene Beschulung an den Standorten Grasberg und Worpswede
vor. Hierdurch wird das oben beschriebene Problem vermieden und eine
Jahrgangsstärke von 5 Klassen erreicht. Überdies bestehen
bessere Wahlmöglichkeiten für Kinder und Eltern. Alle
Schülerinnen und Schüler in den drei Gemeinden können dann auf Basis der
Empfehlung der Grundschule bei freiem Elternwillen wählen: Haupt- und
Realschule in Lilienthal, Integrierte Gesamtschule in Grasberg/Worpswede
und Gymnasium Lilienthal.
Fakten: Schülerzahlen heute und in Zukunft auf Basis der
Geburten in den drei Gemeinden
Die Entwicklung der Schülerzahlen hat einen erheblichen Einfluss auf die
Schulentwicklung. Während 1996 noch 435 Kinder geboren wurden,
erblickten 2009 237 Kinder das „Licht der Welt“. Das sind 45% weniger.
Die genaue Entwicklung seit 1994:
www.cdu-lilienthal.de/downloads/schuelerzahlen.pdf
Fragen und
Antworten
Warum wird die IGS an den drei Standorten nicht genehmigt?
Warum setzen sich SPD, GRÜNE und LINKE für eine IGS mit drei Standorten
ein?
Sind die SPD und die GRÜNEN, LINKE ehrlich in ihrer Argumentation?
Wie viele Schülerinnen und Schüler mit einer Empfehlung für das
Gymnasium besuchen eine IGS?
Bietet eine zusammengefasste Haupt- und Realschule (zHRS) auch eine
Option auf das Abitur?
Welche
Schulformen bieten eine "Durchlässigkeit"?
Warum muss ein
Gymnasium mehrzügig sein?
Wann droht dem Gymnasium das
"Aus"?
Was heißt
das grundsätzlich für die Schulstandorte?
Warum heißt das Modell einer IGS an drei Standorten (IGO) "Eine Schule
für alle vor Ort"?
Was will die CDU?
Warum wird die IGS an den drei Standorten nicht genehmigt?
Schulen – auch Gesamtschulen – sind organisatorische und pädagogische
Einheiten. Eine Aufteilung auf diverse Standorte ist daher nicht möglich
– wichtiger noch, es ist auch nicht sinnvoll. Die eine Schule hat dann
auch für alle drei Standorte eine Schulleitung, eine Gesamtkonferenz,
einen Schulvorstand und eine Elternvertretung – für alle Lehrer und alle
Eltern in den drei Gemeinden.
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Fragen
Warum setzen sich SPD, GRÜNE und LINKE für eine IGS mit drei Standorten
ein?
Weil sie aus ideologischen Gründen für die
Abschaffung des begabungsgerechten Schulsystems sind.
SPD, GRÜNE und LINKE sind gegen die Vielfalt im Bildungsangebot und für
die Einheitsschule. Dieses haben sie auch im Wahlprogramm zur
Landtagswahl 2008 festgeschrieben: Abschaffung aller Schulen von der
Förderschule bis zum Gymnasium und Überführung in die "Gemeinsame
Schule" für alle
www.cdu-lilienthal.de/downloads/spd_schulsystem.pdf.
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Sind SPD, die GRÜNE, und LINKE ehrlich in ihrer Argumentation?
Nein, denn die Sache hat einen Haken. Es geht nicht um die Gesamtschule
als solches, sondern um eine Gesamtschule an drei Standorten, also mit
zwei Außenstellen. Hierfür gibt es weder eine gesetzliche Grundlage noch
irgendeine Initiative. Auch nicht von SPD, GRÜNEN oder LINKEN im
Landtag. Die vor Ort dargestellte Unterstützung ist mit anderen Worten
nichts als "heiße Luft". Während die SPD in ihrer Regierungszeit in 13
Jahren 30 Gesamtschulen genehmigt hat, genehmigte die
CDU/FDP-Landesregierung in nur drei Jahren 50 neue Gesamtschulen – alle
an einem Standort und nicht verteilt wie eine "Drogerie".
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Wie viele Schülerinnen und Schüler mit einer Empfehlung für das
Gymnasium besuchen eine IGS?
Untersuchungen belegen, dass lediglich 5% der Kinder mit einer
Empfehlung für den Besuch des Gymnasiums eine Gesamtschule besuchen. Mit
anderen Worten, eine IGS neben einem Gymnasium ist praktisch nichts
anderes als eine zusammengefasste Haupt- und Realschule.
Mindestens 95% aller Schülerinnen und Schüler, die eine Empfehlung zum
Gymnasium haben, besuchen das Gymnasium auch wenn es ein Angebot einer
Gesamtschule gibt. Warum? Weil es wesentlich begabungsgerechter
ist, besser das Leistungspotential weckt und zielgerichtet auf das
Studium vorbereitet. Warum wollen SPD, Grüne und Die Linke Eltern und
Schülern ihre freie Wahlmöglichkeit nehmen?
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Bietet eine zusammengefasste Haupt- und Realschule (zHRS) auch eine
Option auf das Abitur?/a>
Ja, eine zHRS bietet wie eine IGS die Möglichkeit, das Abitur
nach 13 Jahren zu erhalten. Voraussetzung ist bei beiden
Schulen der erweiterte Sekundarabschluss.
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Welche
Schulformen bieten eine "Durchlässigkeit"?
In Niedersachsen sind alle Schulformen durchlässig.
Sowohl die zusammengefasste Haupt- und Realschule, als auch das
Gymnasium und die Gesamtschule bieten eine Durchlässigkeit. So können
beispielsweise Schülerinnen und Schüler, die sich auf einer Realschule
sehr gut entwickeln, können zum Gymnasium wechseln.
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Warum muss ein
Gymnasium mehrzügig sein?
Um optimal auf das Studium vorzubereiten, bedarf es eines
breiten Bildungsangebots. Dieses kann ein Gymnasium nur dann
bieten, wenn es eine hohe Jahrgangsbreite aufweist. Wahlpflichtkurse,
wahlfreie Kurse und Arbeitsgemeinschaften können in ihrer Vielfalt nur
dann angeboten werden, wenn es auch genügend Schülerinnen und Schüler
gibt. Dieses ist vor allem bei den Sprachen der Fall. Spanisch und
andere Fächer können nur dann angeboten werden, wenn es eine
ausreichende Zahl an Schülerinnen und Schülern für einen Kurs gibt.
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Wann droht dem
Gymnasium das "Aus"?
Einem Gymnasium droht dann das "Aus", wenn es geschwächt bzw. wie die
Linksparteien planen, ganz abgeschafft wird. Wenn eine Schule planmäßig
geschwächt wird, dann geht dieses immer zu Lasten der Qualität und des
Bildungsangebots. Heute hat das Gymnasium bis zu 8 Klassen pro Jahrgang.
In einigen Jahren wird allein aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen
die Anzahl Klassen pro Jahrgang auf maximal 5, teilweise 4 sinken.
Eigenständige Gymnasien erfordern mindestens eine 3-Zügigkeit.
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Was
heißt das grundsätzlich für die Schulstandorte?
Immer weniger Kinder bedeuten grundsätzlich auch immer weniger Nachfrage
nach Schulangeboten. Während in den drei Gemeinden Grasberg, Lilienthal
und Worpswede 1996 noch 435 Kinder geboren wurden, waren es 2009 nur
noch 237 Kinder (Lilienthal: 132, Grasberg: 55, Worpswede: 50). Dieses
hat Auswirkungen auf alle Schulstandorte und alle Schulformen. Aber über
die Schulstandorte entscheidet nicht das Land, sondern der Schulträger,
also der Landkreis bzw. in Lilienthal die Gemeinde (Haupt- und
Realschule). Grundsätzlich besuchen 50-60% eines Jahrgangs das Gymnasium
in Lilienthal. Diese Zahl wird sich auch bei einer IGS nicht wesentlich
verändern. Diese Schülerinnen und Schüler können auch nicht von einer
IGS überzeugt werden; stehen also ebenso wenig für die Standortsicherung
zur Verfügung wie für die zusammengefasste Haupt- und Realschule. Kinder
mit einer Empfehlung für das Gymnasium besuchen nun einmal fast immer
auch das Gymnasium – selbst wenn ein Gesamtschulangebot besteht. Dieses
wird auch dadurch bestätigt, dass Kinder, deren Eltern in der Umfrage
für eine IGS (als Angebot) gestimmt haben, mit einer Empfehlung für das
Gymnasium auch dieses besuchen und nicht die IGS. Lediglich in Grasberg
und Worpswede wird vermutlich aufgrund der Wohnortnähe ein höherer
Anteil gymnasial empfohlener Kinder die IGS besuchen.
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Warum heißt das Modell einer IGS an drei Standorten (IGO) "Eine Schule
für alle vor Ort"?
Weil es SPD, GRÜNEN und LINKEN letztlich um die
Abschaffung des Gymnasiums geht. Dieses haben sie bereits im
Landtagswahlprogramm beschrieben. Auch in anderen Bundesländern (zuletzt
besonders deutlich in Nordrhein-Westfalen) wird dieses Ziel verfolgt.
Alle Schülerinnen und Schüler sind eben "alle" und nicht nur ein Teil
vom Ganzen. Das Fernziel ist die Abschaffung des Gymnasiums, auch wenn
dieses noch nicht offen ausgesprochen wird. Alle (!) Schülerinnen und
Schüler in den drei Gemeinden werden auch nur dann die "eine Schule vor
Ort" besuchen, wenn das Gymnasium abgeschafft wird. Nur dann sind alle
Schülerinnen und Schüler gezwungen, die Schule vor Ort
zu besuchen. Denn es ist – wie der Name sagt - "Eine Schule für
alle vor Ort". Das Konzept "eine Schule für alle vor Ort" ist
mit der Idee der Wahlfreiheit nicht vereinbar – es bedeutet Bevormundung
von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern.
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Was will die CDU?
Die CDU will Vielfalt statt Einfalt. Wir wollen das
Gymnasium erhalten und das Bildungsangebot erweitern. Neben dem
Gymnasium und der zusammengefassten Haupt- und Realschule wollen wir bei
einem entsprechenden Elternwillen eine Gesamtschule für den Ostkreis
(Gemeinden Grasberg, Lilienthal und Worpswede). Die gemeinsame
Gesamtschule wird dann in Grasberg und Worpswede errichtet. Im Gegensatz
zur "Schule für alle" entscheiden die Eltern auf Basis des freien
Elternwillens. Dies bedeutet Wahlfreiheit statt Bevormundung.
Konzept:
www.cdu-lilienthal.de/downloads/schulen_ostkreis.pdf
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