CDU Gemeindeverband Lilienthal
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Axel Miesner

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Lilienthal, den 18. August 2010
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Vielfalt in der Bildungslandschaft und Sicherung der Schulstandorte in den Gemeinden Grasberg, Lilienthal und Worpswede

Lilienthal. Der Osterholzer Kreistag hat die Einrichtung einer integrierten Gesamtschule im "Ostkreis Osterholz" beschlossen. Vorgesehen ist eine Schule an drei Standorten (Grasberg, Lilienthal und Worpswede). Eine Schule in dieser Form ist jedoch weder sinnvoll noch genehmigungsfähig! Aufgrund der Schülerzahlen würden die Standorte Grasberg und Worpswede in jedem Jahrgang nur 2 Klassen haben. Sinnvolle Wahlmöglichkeiten gäbe es damit für Kinder und Eltern nicht. Aus diesem Grund ist die beantragte Genehmigung für eine solche Schule vom Land zu Recht verweigert worden.

Um ein Angebot zu machen, das Schülern und Eltern Wahlmöglichkeiten bietet, die Veränderungen der Schülerzahlen berücksichtigt und rechtmäßig ist, hat die CDU ein eigenes, alternatives Konzept entwickelt. Hiernach soll auch nicht eine Gesamtschule in nur einer Gemeinde eingerichtet werden. Vielmehr sieht das CDU-Konzept eine jahrgangsbezogene Beschulung an den Standorten Grasberg und Worpswede vor. Hierdurch wird das oben beschriebene Problem vermieden und eine Jahrgangsstärke von 5 Klassen erreicht. Überdies bestehen bessere Wahlmöglichkeiten für Kinder und Eltern. Alle Schülerinnen und Schüler in den drei Gemeinden können dann auf Basis der Empfehlung der Grundschule bei freiem Elternwillen wählen: Haupt- und Realschule in Lilienthal, Integrierte Gesamtschule in Grasberg/Worpswede und Gymnasium Lilienthal.

 

Fakten: Schülerzahlen heute und in Zukunft auf Basis der Geburten in den drei Gemeinden

Die Entwicklung der Schülerzahlen hat einen erheblichen Einfluss auf die Schulentwicklung. Während 1996 noch 435 Kinder geboren wurden, erblickten 2009 237 Kinder das „Licht der Welt“. Das sind 45% weniger. Die genaue Entwicklung seit 1994: www.cdu-lilienthal.de/downloads/schuelerzahlen.pdf

 

Fragen und Antworten

Warum wird die IGS an den drei Standorten nicht genehmigt?
Warum setzen sich SPD, GRÜNE und LINKE für eine IGS mit drei Standorten ein?
Sind die SPD und die GRÜNEN, LINKE  ehrlich in ihrer Argumentation?
Wie viele Schülerinnen und Schüler mit einer Empfehlung für das Gymnasium besuchen eine IGS?
Bietet eine zusammengefasste Haupt- und Realschule (zHRS) auch eine Option auf das Abitur?
Welche Schulformen bieten eine "Durchlässigkeit"?
Warum muss ein Gymnasium mehrzügig sein?
Wann droht dem Gymnasium das "Aus"?
Was heißt das grundsätzlich für die Schulstandorte?
Warum heißt das Modell einer IGS an drei Standorten (IGO) "Eine Schule für alle vor Ort"?
Was will die CDU?

 

Warum wird die IGS an den drei Standorten nicht genehmigt?

Schulen – auch Gesamtschulen – sind organisatorische und pädagogische Einheiten. Eine Aufteilung auf diverse Standorte ist daher nicht möglich – wichtiger noch, es ist auch nicht sinnvoll. Die eine Schule hat dann auch für alle drei Standorte eine Schulleitung, eine Gesamtkonferenz, einen Schulvorstand und eine Elternvertretung – für alle Lehrer und alle Eltern in den drei Gemeinden.

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Warum setzen sich SPD, GRÜNE und LINKE für eine IGS mit drei Standorten ein?

Weil sie aus ideologischen Gründen für die Abschaffung des begabungsgerechten Schulsystems sind. SPD, GRÜNE und LINKE sind gegen die Vielfalt im Bildungsangebot und für die Einheitsschule. Dieses haben sie auch im Wahlprogramm zur Landtagswahl 2008 festgeschrieben: Abschaffung aller Schulen von der Förderschule bis zum Gymnasium und Überführung in die "Gemeinsame Schule" für alle  www.cdu-lilienthal.de/downloads/spd_schulsystem.pdf.

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Sind SPD, die GRÜNE, und LINKE ehrlich in ihrer Argumentation?

Nein, denn die Sache hat einen Haken. Es geht nicht um die Gesamtschule als solches, sondern um eine Gesamtschule an drei Standorten, also mit zwei Außenstellen. Hierfür gibt es weder eine gesetzliche Grundlage noch irgendeine Initiative. Auch nicht von SPD, GRÜNEN oder LINKEN im Landtag. Die vor Ort dargestellte Unterstützung ist mit anderen Worten nichts als "heiße Luft". Während die SPD in ihrer Regierungszeit in 13 Jahren 30 Gesamtschulen genehmigt hat, genehmigte die CDU/FDP-Landesregierung in nur drei Jahren 50 neue Gesamtschulen – alle an einem Standort und nicht verteilt wie eine "Drogerie".

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Wie viele Schülerinnen und Schüler mit einer Empfehlung für das Gymnasium besuchen eine IGS?

Untersuchungen belegen, dass lediglich 5% der Kinder mit einer Empfehlung für den Besuch des Gymnasiums eine Gesamtschule besuchen. Mit anderen Worten, eine IGS neben einem Gymnasium ist praktisch nichts anderes als eine zusammengefasste Haupt- und Realschule. Mindestens 95% aller Schülerinnen und Schüler, die eine Empfehlung zum Gymnasium haben, besuchen das Gymnasium auch wenn es ein Angebot einer Gesamtschule gibt. Warum? Weil es wesentlich begabungsgerechter ist, besser das Leistungspotential weckt und zielgerichtet auf das Studium vorbereitet. Warum wollen SPD, Grüne und Die Linke Eltern und Schülern ihre freie Wahlmöglichkeit nehmen?

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Bietet eine zusammengefasste Haupt- und Realschule (zHRS) auch eine Option auf das Abitur?/a>

Ja, eine zHRS bietet wie eine IGS die Möglichkeit, das Abitur nach 13 Jahren zu erhalten. Voraussetzung ist bei beiden Schulen der erweiterte Sekundarabschluss.

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Welche Schulformen bieten eine "Durchlässigkeit"?

In Niedersachsen sind alle Schulformen durchlässig. Sowohl die zusammengefasste Haupt- und Realschule, als auch das Gymnasium und die Gesamtschule bieten eine Durchlässigkeit. So können beispielsweise Schülerinnen und Schüler, die sich auf einer Realschule sehr gut entwickeln, können zum Gymnasium wechseln.

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Warum muss ein Gymnasium mehrzügig sein?

Um optimal auf das Studium vorzubereiten, bedarf es eines breiten Bildungsangebots. Dieses kann ein Gymnasium nur dann bieten, wenn es eine hohe Jahrgangsbreite aufweist. Wahlpflichtkurse, wahlfreie Kurse und Arbeitsgemeinschaften können in ihrer Vielfalt nur dann angeboten werden, wenn es auch genügend Schülerinnen und Schüler gibt. Dieses ist vor allem bei den Sprachen der Fall. Spanisch und andere Fächer können nur dann angeboten werden, wenn es eine ausreichende Zahl an Schülerinnen und Schülern für einen Kurs gibt.

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Wann droht dem Gymnasium das "Aus"?

Einem Gymnasium droht dann das "Aus", wenn es geschwächt bzw. wie die Linksparteien pla­nen, ganz abgeschafft wird. Wenn eine Schule planmäßig geschwächt wird, dann geht dieses immer zu Lasten der Qualität und des Bildungsangebots. Heute hat das Gymnasium bis zu 8 Klassen pro Jahrgang. In einigen Jahren wird allein aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen die Anzahl Klassen pro Jahrgang auf maximal 5, teilweise 4 sinken. Eigenständige Gymnasien erfordern mindestens eine 3-Zügigkeit.

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Was heißt das grundsätzlich für die Schulstandorte?

Immer weniger Kinder bedeuten grundsätzlich auch immer weniger Nachfrage nach Schulangeboten. Während in den drei Gemeinden Grasberg, Lilienthal und Worpswede 1996 noch 435 Kinder geboren wurden, waren es 2009 nur noch 237 Kinder (Lilienthal: 132, Grasberg: 55, Worpswede: 50). Dieses hat Auswirkungen auf alle Schulstandorte und alle Schulformen. Aber über die Schulstandorte entscheidet nicht das Land, sondern der Schulträger, also der Landkreis bzw. in Lilienthal die Gemeinde (Haupt- und Realschule). Grundsätzlich besuchen 50-60% eines Jahrgangs das Gymnasium in Lilienthal. Diese Zahl wird sich auch bei einer IGS nicht wesentlich verändern. Diese Schülerinnen und Schüler können auch nicht von einer IGS überzeugt werden; stehen also ebenso wenig für die Standortsicherung zur Verfügung wie für die zusammengefasste Haupt- und Realschule. Kinder mit einer Empfehlung für das Gymnasium besuchen nun einmal fast immer auch das Gymnasium – selbst wenn ein Gesamtschulangebot besteht. Dieses wird auch dadurch bestätigt, dass Kinder, deren Eltern in der Umfrage für eine IGS (als Angebot) gestimmt haben, mit einer Empfehlung für das Gymnasium auch dieses besuchen und nicht die IGS. Lediglich in Grasberg und Worpswede wird vermutlich aufgrund der Wohnortnähe ein höherer Anteil gymnasial empfohlener Kinder die IGS besuchen.

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Warum heißt das Modell einer IGS an drei Standorten (IGO) "Eine Schule für alle vor Ort"?

Weil es SPD, GRÜNEN und LINKEN letztlich um die Abschaffung des Gymnasiums geht. Dieses haben sie bereits im Landtagswahlprogramm beschrieben. Auch in anderen Bundesländern (zuletzt besonders deutlich in Nordrhein-Westfalen) wird dieses Ziel verfolgt. Alle Schülerinnen und Schüler sind eben "alle" und nicht nur ein Teil vom Ganzen. Das Fernziel ist die Abschaffung des Gymnasiums, auch wenn dieses noch nicht offen ausgesprochen wird. Alle (!) Schülerinnen und Schüler in den drei Gemeinden werden auch nur dann die "eine Schule vor Ort" besuchen, wenn das Gymnasium abgeschafft wird. Nur dann sind alle Schülerinnen und Schüler gezwungen, die Schule vor Ort zu besuchen. Denn es ist – wie der Name sagt - "Eine Schule für alle vor Ort". Das Konzept "eine Schule für alle vor Ort" ist mit der Idee der Wahlfreiheit nicht vereinbar – es bedeutet Bevormundung von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern.

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Was will die CDU?

Die CDU will Vielfalt statt Einfalt. Wir wollen das Gymnasium erhalten und das Bildungsangebot erweitern. Neben dem Gymnasium und der zusammengefassten Haupt- und Realschule wollen wir bei einem entsprechenden Elternwillen eine Gesamtschule für den Ostkreis (Gemeinden Grasberg, Lilienthal und Worpswede). Die gemeinsame Gesamtschule wird dann in Grasberg und Worpswede errichtet. Im Gegensatz zur "Schule für alle" entscheiden die Eltern auf Basis des freien Elternwillens. Dies bedeutet Wahlfreiheit statt Bevormundung. Konzept:  www.cdu-lilienthal.de/downloads/schulen_ostkreis.pdf

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